Wagenburg Wien

Wagenburg Wien  |  Mittlerweile nicht mehr die bisher einzige Wagenburg Österreichs

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Unsere Situation zur Zeit

Mai 13th, 2009 · 51 Comments

Nach jahrelangen Verhandlungen mit der Stadt bzw. deren VertreterInnen, nach mehrmaligen Umzügen und vielen enttäuschenden Recherchen von GrundstücksbesitzerInnen und Widmungsplänen scheint unsere Odyssee erstmals zu einem Ende zu kommen.

Ein Grundstück der Stadt Wien im 22. Bezirk scheint für unser Vorhaben geeignet zu sein. Ein Mietvertrag wird zur Zeit ausformuliert und einigen bürokratischen Formalitäten muss noch entsprochen werden. Dennoch scheint Vertrag und Umzug so gut wie fix, so jedenfalls schreibt Die Presse am 8. April 2009. Die Stadt freut sich diesen Lebenstraum nicht zerstört zu haben, wir freuen uns das es doch zu einem, alle Gemüter beruhigenden Kompromiss kommen konnte.

Unsere Lage sah zwischendurch ja alles andere als rosig aus und ein jahrelanges Leben mit einer Unsicherheit, ob man den Wohnraum nächsten Monat, nächste Woche oder sogar am nächsten Tag verlieren kann ist in vielerlei Hinsicht belastend und damit schädlich für Gesundheit, Zukunftsperspektiven und persönliche Entfaltungsmöglichkeiten.

Irgendwer raunzt immer und diesmal ist es, wen wundert’s die FPÖ welche nun anscheinend Versucht gegen uns mobil zu machen indem sie wieder einmal Neid, Hass und Angst in die Bevölkerung säht.

Vorurteile auf- und ausbauen, wie sie dümmer nicht sein können.

Wir jedenfalls lassen uns davon nicht beeindrucken, reflektieren die Reaktionen und freuen uns als selbst denkende Menschen solchen schwarz-weiß Malereien nicht auf den Leim zu gehen.

 

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Stellungnahme zur FPÖ-OTS Aussendung vom 07.04.09

Mai 13th, 2009 · 76 Comments

Die OTS Aussendung der FPÖ zeigt wieder einmal sehr deutlich wie mit Vorurteilen, Verallgemeinerungen und falschen Behauptungen bei der rechts-extrem-populistischen Partei gearbeitet wird.

Dass unsere Wagenburg für Müll, Dreck und Lärm steht kommt fast schon einer Verleumdung gleich. So gab es in den eineinhalb Jahren hier in Simmering nicht eine einzige Beschwerde uns gegenüber wegen Lärmbelästigung. Die MA 22, für Umwelt und Natur, hat jedenfalls in der Vergangenheit ein Gutachten erstellen lassen aus welchem klar hervorgeht, dass wir in keiner Weise die Umwelt belasten, für die Zukunft ist sogar eine genaue Evaluierung unseres ökologischen Fußabdrucks geplant da wir versuchen einen besonders nachhaltigen Ansatz zu leben, indem wir Natur und Umweltschutz beachten.

Der Müll wird bei uns ordnungsgemäß getrennt und der Wieder- und Weiterverwendung zugeführt. Die Behauptung von „unbeschreiblichem Gestank“ spottet jeder Realität, genauso was hygienische Zustände angeht.

Wir haben eine ganz normale Mülltonne welche jeden Dienstag in der Früh entleert wird, ebenso wird unsere Senkgrube regelmäßig geleert und schon aus eigenem Interesse (wir sind vor Ort die einzigen Anwesenden) wird auf Hygiene und Geruchsbildung geachtet.

Wenn die FPÖ ein geeignetes Grundstück in der Mongolei weiß, sind wir gerne bereit uns dieses anzuschauen, vielleicht mag sie uns eine Reise zur
Begutachtung finanzieren?

Da wir allerdings noch Verpflichtungen unseren ArbeitgeberInnen, KundInnen, (Studien-) KollegInnen, FamilienmitgliedeInnen und nicht zuletzt FreundInnen haben, wäre eine rechtzeitige Planung notwendig da wir uns nicht so ohne weiteres ein zwei Wochen ausklinken können.

Der Herr Mahdalik fordert uns auf wieder in die Gesellschaft einzusteigen:  1. kennt er uns nicht, 2. schreibt er zum einen „weg mit denen
nach Sibirien“ zum anderen „sollen die wieder in die Gesellschaft einsteigen“.
Wie kommt er darauf das wir keiner Arbeit nachgehen, dem Steuerzahler
(besser den SteuerzahlerInnen) auf der Tasche liegen? Woher bezieht er seine Informationen uns mit Arbeitsscheuen und Asozialen zu vergleichen?

Wir leben in Wagen und kümmern uns. Wir verwalten unsere Gemeinschaft basisdemokratisch und sehen nicht mit welchem Argument wir als nicht anständig gelten sollten.

Was versteht denn die FPÖ bzw. der Herr Mahdik unter anständig? Wir empfehlen ihm und auch den anderen selbstherrlichen, arroganten und alles für selbstverständlich nehmenden FPÖ Politikern und deren AnhängerInnen eine Erlebnisreise in die Mongolei mit einmonatigem Aufenthalt in einer
traditionellen Jurte fernab jeder menschlichen Zivilisation. Sollen die doch
da mal hinfahren und sich von einem alten Mongolen oder einer alten Mongolin einen Büffelmilch-Tee servieren lassen und über die Bescheidenheit des eigenen Seins nachdenken und zu sich selber finden. Vielleicht würden sie dann aufhören Vorurteile zu schüren und jede Art von Individualität als krank, chaotisch, oder extrem zu beschimpfen. Rechtsradikale verdrängen, auslöschen, heilen!

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Ein Fest am Wagenplatz…

April 29th, 2009 · 38 Comments

GEGEN DAS HIER & JETZT
30. April 2009… ab 20:00 Uhr


Walpurgisnacht, Lagerfeuer, Sternenhimmel, Musik, Essen und vieles mehr.
Als subkultureller Teil dieser ekelhaften Gesellschaft wollen wir, trotz all dem Scheiß der passiert, nicht vergessen zu feiern!…wir laden euch ein, mit uns gemeinsam Spaß zu haben und zu vernetzen, weil wir etwas verändern wollen bzw. verändern müssen…
Für ein weltweites Bleiberecht und 1000ende Wagenplätze!

1. Mai 2009…

Kein Vergeben - Kein Vergessen!
…am 1. Mai 1999 wurde Marcus Omofuma im Zuge einer Deportation von drei österreichischen Fremdenpolizisten misshandelt und umgebracht…leider war dies kein Einzelfall sondern nur eine drastische Bestätigung dessen, dass wir in einer rassistischen und ausbeuterischen Gesellschaft leben. Jeden Tag können wir rassistische Übergriffe verfolgen und wir wollen nicht wegsehen oder schweigen - NIE wieder!

Ein kleiner Teil all dessen ist eine Demonstration:

Treffpunkt: 14 Uhr, Marcus Omofuma-Stein (Mariahilferstraße/Museumsquartier)

mit Wagen-Taxi direkt vom Wagenplatz dorthin!

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19.03 - Demo gegen Knäste, Grenzen und Repression

März 17th, 2009 · 73 Comments

17.00 Uhr                                          Schottentor/ Universitaet> Unirampe

!!!Ein Aufruf des Buendnisses rund um Wien zum Tag der politischen Gefangenen !!!

Der 18. März ist der Tag der politischen Gefangenen. Wir wollen den 19. März 2009 zu einem Kampftag gegen Knäste, Grenzen, Repressionen, Staat und Kapital machen, und uns solidarisch mit allen Gefangenen erklären. Nicht nur mit jenen aus politischen und sozialen Kämpfen, sondern auch mit Gefangenen, welche beispielsweise aufgrund von Eigentums- oder Drogendelikten einsitzen, und auch Menschen welche sich wegen ihrer Herkunft und Klassifizierung als Illegale in Abschiebehaft befinden. Folglich halten wir Gefängnisse an sich für Kontrollsysteme welche der Staat gezielt einsetzt, um die Klassen- und Machtverhältnisse in der kapitalistischen Gesellschaft als unantastbar zu manifestieren.

Für uns spielt die Frage nach Schuld oder Unschuld der Gefangenen keine Rolle. Wir verneinen jegliche Art von Gefängnissen als staatliche Repressions- und Kontrollorgane und fordern somit die Freilassung aller Gefangenen sowie die Abschaffung der § 278 a, b und § 129 a, b, die dem Staat dazu dienen, andersdenkende Menschen zu kriminalisieren und wegzusperren. Wie die jüngere Geschichte, z.B. mit den Hausdurchsuchungen und den darauffolgeden Inhaftierungen von 10 TierrechtsaktivistInnen in Österreich, oder den laufenden MG-Prozessen in Deutschland, sowie etliche andere Beispiele in anderen Ländern gezeigt
haben, sind diese Paragraphen ein Werkzeug, um die Repressionen zu erhöhen, und müssen somit bekämpft werden.

Um die nationale Identität zu schützen bedient sich der Staat aller Mittel die ihm zur Verfügung stehen. Dazu gehört auch die Selektion, Inhaftierung und Aussonderung von Individuen, welche mit dem Konstrukt des nationalen Konsens nicht übereinstimmen, dies geschieht entlang rassistischer und sexistischer Stereotype.
Wir erklären uns solidarisch mit allen Menschen, welche von Abschiebung betroffen sind, oder denen die Bewegungsfreiheit mit Hilfe von Abschottung und Grenzen untersagt wird. Daher sprechen wir uns gegen die  Nation aus und lehnen eine Identifikation anhand von staatlich geformten Richtlinien ab.

Da wir den Staat als solchen grundsätzlich dekonstruieren wollen sind wir der Meinung, dass dessen Zerstörung unweigerlich mit der Abschaffung der Knäste einhergehen muss. Es geht uns nicht um die Schaffung humanerer Gefängnisse, was das auch immer bedeuten mag, sondern um die Überwindung dieser staatlichen Kontrollsysteme, zugunsten einer solidarischen, selbst bestimmten Gesellschaft. Das Gefängnis, oder auch die Psychiatrie weisen die selben Schemata auf, wie Überwachung, Einreisekontrolle und Abschottungspolitik des kapitalistischen Staatsapparates. Zwangsanstalten wirken in verschiedene Richtungen. Sei es die präventive Abschreckung, die Repression und Bestrafung, oder die Domestizierung.
Gemeinsam ist jedoch der Kontrollmechanismus, zur Aufrechterhaltlung der kapitalistischen Klassenordnung.

Freiheit für alle politischen und sozialen Gefangenen! Weg mit allen
Gummiparagraphen, welche der Staat nach belieben auf alle Individuen
anwenden kann!
Nieder mit allen Gefängnissen, Abschiebeknästen, Psychiatrien und anderen
Zwangsanstalten! Für eine freie, solidarische Gesellschaft! Gegen Staat
und Kapital!
Für den Zorn, für die Liebe, für die Freiheit! Für den Anarchismus!!!

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F13-Aktionstag

März 12th, 2009 · 58 Comments

Bis zu dreimal im Jahr bietet uns der Kalender diese mythische Datumskombination.
Ein Jahr für Jahr wachsendes Netzwerk von Initiativen aus dem künstlerischen und sozialen Bereich entwickelt einen neuen urbanen Volxbrauch. Das Kürzel F13 steht auch für eine noch junge Bewegung, die 2002 begonnen hat, an der “Unglückstag”-Bedeutung mit praktischer Ironie zu rütteln und einen neuen urbanen Volxbrauch zu entwickeln: F13. Ein Netzwerk von Personen und Gruppen aus dem sozialen und künstlerischen Feld überzieht seither an jedem Freitag den dreizehnten die Stadt, hauptsächlich deren öffentlichen Raum, mit einer Vielzahl von Aktionen, denen zumindest eines gemeinsam ist: Sie sind ein Appell gegen die soziale Ausgrenzung “unerwünschter” und “ökonomisch unnützlicher” Milieus, Gruppen und Individuen.

Die freie Benützung des öffentlichen Raumes steht im Vordergrund ”Es ist verboten zu verbieten.”

Zu diesem Anlass und auch aufgrund unserer prekären Situation, an der sich leider nichts geändert hat, haben wir die Warterei und das zurückgedrängte Stadtrandleben satt, und laden euch zum PIRATENKINO ein!                                                     “Kino für alle und zwar umsonst”

Teffpunkt: 18:00-Apollokino (!!pünktlich!!)

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8.März - Internationaler Frauenkampftag

März 4th, 2009 · No Comments

Ich schätze wir müssen dazu nicht viel erklären……..Frauen auf die Strasse……KÄMPFT FÜR EURE RECHTE!!!!!!

Aufgrund langjähriger Frauenstreiks in der Textilindustrie und sonstigen Frauenkämpfen wurde 1910 von der “sozialistische Internationale der Frauen” der 8.März als internationaler Frauenkampftag beschlossen. Dieser Tag ist ein Ausdruck der Verbundenheit und Solidarität mit den Frauen und Lesben auf der ganzen Welt, die heute demonstrieren, feiern, streiken, sabotieren, tanzen…….

Jeder Tag FrauenLesbenTag-denn gemeinsam sind wir stark!!!

Treffpunkt: 14:00 Auftaktkundgebung  -   U3 Johnstasse

+ Party ! 7./8. März 2 Tage Frauenfest im Frauenzentrum (Währingerstr. 59/6)

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